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Vive la fete! Eine kulinarische Tour de France Peter Mayle
Die Erde im Jahre zweitausend nach Christus: Der ganze Planet ist fest in den Händen von Fast Food und Mikrowelle. Der ganze Planet? Nein. Nirgendwo anders
als in Gallien leisten unbeugsame Dörfer Widerstand. Jahr für Jahr hissen sie die Fahne des guten Essens auf ihrem Dorfplatz und laden Feinschmecker aus nah und fern an ihre festlich (oder auch zünftig) gedeckten
Tische. Manch einer dieser Gourmets – und Gourmands – reist sogar von Ort zu Ort, um sich nur ja keinen der Events entgehen zu lassen, die jeweils ganz im Zeichen
eines Produkts, einer Gegend oder auch eines alten Rezepts stehen, das aus Anlass dieser sogenannten „fête“ oder „foire“ zu neuem Leben erweckt wird.
Kulinarische Reise Einer dieser Reisenden ist Peter Mayle. Gerade erst aus der kulinarischen Diaspora reumütig in sein geliebtes
Frankreich zurückgekehrt, begibt er sich auf eine ebenso unterhaltsame wie episodenreiche Reise durch die Regionen Frankreichs. Und die Liste der Fressfeste in
Frankreich ist lang: Da locken neben „fêtes“ zu Ehren der Miesmuschel, der Quiche, des Knoblauchs, des Camemberts, der Rübe, der Melone, der
Baguette, der Olive, des Ziegenkäses, der Gartenkräuter, der Zitrone, der Wildpilze, der Gänseleber, der Pflaume, des Schinkens oder des Thunfischs auch eine Froschschenkelmesse, ein
Hühnchenwettbewerb, ein Honigfestival, eine Hommage an die Sardine, ein Kongress der Omeletteliebhaber, eine Zwiebelrallye und – wen würde es überraschen - eine kulinarische Würdigung des Wildschweins.
Es gibt wohl kaum jemanden, dem bei dieser leckeren Aufzählung nicht das Wasser im Munde zusammenläuft, doch das eigentliche Vergnügen dieses Buches erschöpft sich längst nicht in den
beschriebenen Gaumenfreuden, die in lauschigen Sommernächten zu Musetteklängen auf blauweißroten Tischdecken verzehrt werden. Selbst Peter Mayle, dem weit gereisten und durchaus
abgebrühten Fan alles Ess- und Trinkbaren erschließt sich nämlich nicht immer der wahre Genuss einer der angepriesenen Gerichte, und so wird seine Tour de France manchmal auch zu einer Tour
de Force für seinen Magen.
Was unsere Nachbarn so alles verzehren Zum Beispiel in Girancourt, einem Weiler mitten in der Gourmet-Hochburg Elsass, wo alljährlich
Ende Juni die „Foire de la Frite“ die Fressermassen anziehen. Wie kann man nur ein ganzes Sommerwochenende mit dem Verzehr von fritierten Kartoffelstäbchen zubringen? fragt er sich, und
es ist nicht das letzte Mal auf dieser Reise, dass Neugier und Abenteuerlust seine Skepsis überwinden müssen. Kann man Kutteln wirklich essen? mutmaßt er anlässlich eines gleichnamigen
Marathons, denn beim Gedanken an diese umstrittene Delikatesse hat es ihn bislang immer geschüttelt. Gibt es eine seelische Verbundenheit zwischen Menschen, die dem Genuss der
Blutwurst frönen? grübelt er angesichts der „Foire aux Boudins“. Was hat es mit der geheimnisvollen „Fête du Papagei“ auf sich? Sind Forellen und Eiscreme wirklich kompatibel? Und
was für Zeitgenossen sind das, die ihr Leben den tausend Zubereitungsarten der Weinbergschnecke verschrieben haben?
Köstliche Rezepte aus vielen Regionen Frankreichs Für die einen ein witziges Lesevergnügen über Land und Leute, das direkt an Peter Mayles große
Erfolge „Toujours Provence“ und „Mein Jahr in der Provence“ anknüpft, für die anderen eine Sammlung von köstlichen Rezepten aus vielen Regionen Frankreichs, für wieder andere ein
Handbuch, das - neben Messer, Gabel und einem robusten Verdauungssystem - wichtiges Utensil für eine unvergessliche Abenteuerreise werden könnte: „Vive la Fête!“ ist das ideale Sommerbuch
für alle, denen der Kampf der unbeugsamen Gallier auch im neuen Jahrtausend am Herzen liegt. Noch ist das letzte Wildschwein nicht verzehrt: Vive le stomach!!!
Information Vive la Fete - Eine kulinarische Tour de France Peter Mayle Erschienen im Blessing Verlag
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